Tierarzt Wien 19 | Tierarzt in Wien 1190 | Dr. Copar und Mag. Bregenzer - Gynäkologie

 

 

Gynäkologie

Der Schwerpunkt dieses Gebietes liegt mit Sicherheit in der Betreuung von Zuchttieren (siehe auch bei Züchterbetreuung) doch auch der "ganz normale Tierbesitzer" sollte einige gynäkologische Aspekte im Auge behalten.


Hund: 

Eine Hündin wird im Normalfall alle 6 Monate läufig. Die erste Läufigkeit stellt sich meist im Alter von 6-14 Monaten ein.

Die Läufigkeitsblutung ist zu Beginn verhältnismäßig stark und das blutige Sekret intensiv rot. Man spricht von Proöstrus. Im Laufe der ersten 10-14 Tage wird dann die Menge an blutigem Ausfluss weniger und auch die Farbe deutlich heller. Die Hündin wechselt in den Östrus. Dies ist dann der Zeitpunkt des Eisprungs zu dem eine Deckbereitschaft besteht und daher auch für den Besitzer die größte Vorsicht geboten ist, denn freilaufende Hündinnen suchen sich in diesem Stadium gerne einen Deckpartner.

Danach klingt die Läufigkeit langsam ab. Insgesamt dauert sie im Normalfall 21 Tage.

Zwischen den Läufigkeiten befindet sich die Hündin, hormonell gesehen, im Anöstrus.

Durch den Östrogeneinfluss kommt es während der Läufigkeit zu einer gewissen Auflockerung des Gewebes und dieser Aspekt zusammen mit dem blutigen Sekret, machen es in dieser Zeit Bakterien sehr leicht einzuwandern. Es ist daher besonders in den Wochen nach einer Blutung auf Änderungen im Verhalten, wie zum Beispiel vermehrtes Trinken, zu achten. Es könnten Anzeichen für eine entzündliche Veränderung im Bereich der Gebärmutter sein, die im schlimmsten Falle dann zu einer Pyometra (Gebärmuttereiterung) führen kann. Je aufmerksamer Sie sind und je früher Sie uns die Chance geben eine entsprechende Diagnose zu stellen, desto weniger Schaden nimmt Ihr Tier.

Ein weiterer Grund für Wesensänderungen nach einer Läufigkeit ist die Scheinträchtigkeit. Die nicht gedeckte Hündin zeigt Anzeichen einer Trächtigkeit. Die Milchleiste schwillt an, sie wird sensibler oder trägt Spielzeug in ein Nest. Auch in diesem Fall sollte rasch gegengesteuert werden, da vor allem das Einschießen der Milch und eine daraus folgende Entzündung der Milchleiste zu Problemen führen kann.

Wie Sie erkennen können ergibt sich im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane eine Vielzahl von Dispositionen für teils erhebliche Krankheitssymptome.

Daher raten wir, wenn feststeht, dass mit einer Hündin nicht oder nicht mehr gezüchtet werden soll, zu einer Kastration.

Grundsätzlich ist dieser Eingriff auch schon vor der ersten Läufigkeit möglich und der Trend geht heute immer mehr in Richtung dieser Frühkastration.

Auch wir haben gute Erfahrungen damit gemacht. Die Hunde verkraften die Operation besser, je jünger sie sind und auch der chirugische Aufwand ist geringer. Zusätzlich ist das Risiko eines sich später möglicherweise entwickelnden Mammatumors so gut wie ausgeschlossen, da die juvenile Milchleiste noch nie hormonell aktiviert wurde.

Wir klären Sie gerne über weitere Aspekte dieser Operation auf und beraten Sie über den richtigen Zeitpunkt für diesen Eingriff.


Katze:

Eine Katze wird "rollig". Ein Ausdruck, der jedem verständlich ist, der diesen Zustand an seinem Tier schon einmal beobachtet hat. Die Abstände zwischen diesen Rolligkeiten sind unterschiedlich und verkürzen sich zumeist bei nicht erfolgtem Deckakt. Dies kann bis hin zur Dauerrolligkeit führen.

In dieser Phase ist die Katze grundsätzlich deckbereit. Im Gegensatz zum Hund, der einige Tage während des Eisprungs empfangsbereit ist, gibt es bei Katzen das Phänomen des "induzierten Eisprungs". Der Deckakt selber löst den Eisprung aus und die Sicherheit der Fortpflanzung liegt dadurch deutlich höher.

Auch Katzen sollten, wenn sie nicht zur Zucht verwendet werden, kastriert werden. Durch die zum Teil oft erhebliche Verhaltensveränderung während einer Rolligkeit ist dieser Eingriff für die meisten Katzenbesitzer heute schon eine Selbstverständlichkeit.

Wir stehen Ihnen gerne zur Beantwortung noch offener Fragen zur Verfügung.

 

 

 

 

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