Tierarzt Wien 19 | Tierarzt in Wien 1190 | Dr. Copar und Mag. Bregenzer - Audiometrie / portabel

 

 

Audiometrie / Portabel

 

Die Hirnstammaudiometrie, bekannt auch unter dem Namen BAER (Brainstem Auditory Evoked Response) Test, bietet eine objektive Möglichkeit das Hörvermögen eines Tieres zu testen.

Im Vordergrund steht diese Untersuchung zur Feststellung erblich bedingter ein- oder beidseitiger Taubheit, jedoch können auch erworbene Hörstörungen damit diagnostiziert werden.
 
Seit längerer Zeit weiß man, dass bei einigen Hunderassen erblich bedingte Taubheit vorkommt.
Bisher konnte das Hörvermögen von Tieren nur mit Methoden wie der operanten Konditionierung oder mit Verhaltenshörtests geprüft werden. Der große Zeitaufwand schließt dies allerdings für die tierärztliche Praxis aus. Auch Reaktionen auf außerhalb des Gesichtsfelds erzeugte Geräusche bieten keine zuverlässigen und reproduzierbaren Ergebnisse. Aufgeregte Tiere reagieren oft nicht und taube zeigen Zufallsreaktionen oder nehmen über den Tastsinn Vibrationen wahr, die uns dann ein Hörvermögen vortäuschen.
 
Die Ableitung von Hirnstammpotentialen gilt als im klinischen Einsatz erprobtes und objektives Untersuchungsverfahren mit reproduzierbaren Ergebnissen.
 
In Österreich ist diese Untersuchung im Moment bei folgenden Rassen für die Zuchtzulassung erforderlich:
 
Dalmatiner
Dogo Argentino
Bullterrier
Parson und Jack Russell Terrier
 
Bei diesen Rassen schreibt der zuständige Zuchtverband schon die Untersuchung der Welpen vor, womit auch der Käufer schon bei Übernahme des Welpen diesbezüglich informiert ist.
 

Zur Zucht zugelassen sind nur beidseitig hörende Tiere.

 
Der einseitig taube Hund darf nicht für die Zucht verwendet werden, stellt ansonsten allerdings kein Problem dar. Zumeist fällt dieses Handikap im Alltag überhaupt nicht auf, zumal die betroffenen Tiere es mit zunehmendem Alter immer besser kompensieren können.
 
Auch bei anderen Rassen, vor allem bei solchen mit hohem Weißanteil und/oder Merle Genträgern, gibt es die Möglichkeit der erblich bedingten Taubheit. Jedoch auch einige Rassen ohne der Fellfarbe weiß können betroffen sein. Man hat bis heute verschiedene Gene und auch verschiedene Erbgänge gefunden, die für die erbliche Taubheit verantwortlich sind.
 
Auch bei Katzen ist dieses Problem bekannt und vor allem weiße Katzen mit blauen Augen sollten vor einem Zuchteinsatz untersucht werden.
 
Die Untersuchung:
 
Die Untersuchung erfolgt nach einer leichten Sedierung des Tieres. Bei Hunden wird von den zuständigen Verbänden eine Untersuchung bei 70 Dezibel gefordert, da dies in etwa Sprechlautstärke entspricht. Ein wirklich gut hörender Hund zeigt auch weit unter dieser Lautstärke gut ableitbare Kurven. Über die Beurteilung jener Hunde, die erst bei 90 Dezibel und mehr eine Ableitung zeigen, herrscht nach wie vor Uneinigkeit. Fakt ist, dass diese Hunde nicht genetisch taub sind, jedoch sollte man züchterisch doch vorsichtig sein beim Einsatz dieser Tiere.
 
Da wir über ein portables Gerät verfügen, bieten wir neben der Untersuchung in den Räumlichkeiten unserer Ordination, auch die Möglichkeit diese Untersuchung bei Ihnen zu Hause durchzuführen. Vor allem Züchter nehmen seit Jahren zur Untersuchung ihrer Welpen dieses Service gerne in Anspruch.
 
Die Untersuchung ist jederzeit, auch kurzfristig, möglich, jedoch bitten wir um telefonische Terminvereinbarung.

 

ÖFFNUNGSZEITEN

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